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(23.05.2009): Die PesseInfo zu Christian Bollmann wurde aktualisiert und liegt in Form eines .pdf-Dokuments vor.

Hinweis: Auch in der deutschen Wikipedia sind Christian Bollmann und der Obertonchor Düsseldorf präsent.
 



Dr. Mark Ryder, Southern Methodist University, hat festgestellt, dass Menschen, die der Musik eines Oberton-Chores zuhören, eine ruhigere Herzfrequenz, eine langsamere Atmung und eine geringere galvanische Hautreaktion aufweisen, als die Kontrollgruppe, die "nur" Musik hörte. Weiteres Ergebnis: wenn wir Musik mit einem reichen Anteil von Obertönen hören, können wir unsere Großhirnrinde aufladen, Atmungs- und Herzfrequenz absenken und die Aktivität unserer Gehirnwellen reduzieren.


 

Ein interessanter Artikel von Wolfgang Bossinger erschien im Chorjournal unter dem Titel
Singen als Medizin für Individuum und Gesellschaft


Der Chor, ein Gesellschaftsentwuf
Seit Jahrtausenden suchen Menschen nach der idealen menschlichen Gemeinschaft. Vielleicht gibt es keine idealere als den Chor: eine Mini-Gesellschaft im Dienst der Harmonie - jedes ihrer Mitglieder ist mit eigener Stimme hörbar, der Disharmonie begegnend, nicht vor ihr zurückschreckend, sie immer wieder neu artikulierend und in Harmonie verwandelnd - eine Gesellschaft, vielfältig in Gruppen und Untergruppen gegliedert, jede mit eigenem Recht, gleichwohl dem Werk und dem Ganzen dienend, unter einem Leiter, der ständig hinterfragt und überprüft wird und jederzeit wieder verlassen werden kann.
 

Aus "Stimmen! Stimmen! - Der Riesige Ruf -"
von Prof. J.-E. Berendt


Referenz von Prof. H.C. Joachim-Ernst Berendt

Ich halte den von Christian Bollmann geleiteten Oberton-Chor für den besten Oberton-Chor der Welt. Vor Jahren mochte er noch Konkurrenz durch den amerikanischen Oberton-Chor von David Hykes gehabt haben. Doch gibt es, seit der Hykes-Chor nicht mehr besteht, auf der immer reicher werdenden internationalen Oberton-Szene kein Chor-Ensemble, das dem Düsseldorfer Bollmann-Chor an Homogenität, Musikalität, Stimmsicherheit und Breite des Repertoires vergleichbar wäre.

Es gibt zwar schon viele Obertonsänger, aber Obertonchöre sind rar. Nachdem das, was man gemeinhin "Neue Musik" nennt, nun schon fast ein Jahrhundert lang diskutiert wird, darf man sagen, daß die moderne Oberton-Musik - im Lauf der 70er und 80er Jahre aus Einflüssen ethnischer und durch Anregungen durch die elektronische Musik enstanden - die eigentlich "Neue Musik" unserer Zeit ist. Sie verdient deshalb genau so viel Förderung wie andere neue künstlerische Richtungen. Darüberhinaus bietet sie eine Alternative zu Bekanntem und Etablierten.

Bollmann versteht es, seine Sänger nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich in einer Weise zu motivieren, die mit der Ausstrahlung bekannter internationaler Chor-Dirigenten verglichen werden kann. Dadurch, daß jeder der jungen Sänger und Sängerinnen "obertönig" singt, also oft in einer Kehle gleichzeitig zwei, drei oder mehr Töne entstehen, wirkt der Chor wie ein viel größeres Ensemble.

Bollmann, der von der Jazzmusik herkommt, schreibt selbst das gesamte, ungewöhnlich reiche Repertoire seines Chores. Er vertritt einen neuen Typ von Komponisten, den es bislang nur selten gibt und dem wir in der Zukunft häufiger begegnen werden - den Typus des Oberton-Komponisten.

Ich wünsche dem Chor, der im Jahre 1995 zehn Jahre besteht, weiteres Wachsen und weitere Erfolge.

x_berendt.gif

(19. September 1994)

 

Aktualisiert ( Freitag, den 08. Januar 2010 um 10:27 Uhr )  


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