Soundscapes Bollmann Heidtmann PR-Bild2014

Christian Bollmann, Obertongesang, Trompete, Flöten, Didgeridoo, Muschelhörner, Perkussion

Stefan Heidtmann, Keyboards, Sampler, laptop, beamer

 

http://soundscapes.heidtmann.info     Soundbeispiel 1      Soundbeispiel 2 

http://www.heidtmann.info

Video: SoundScapes Christian Bollmann / Stefan Heidtmann

23 Icarian Sea

 

Das ,,Duo Soundscapes” verblüfft mit einer ungewöhnlichen Klanginstallation.

Naturtoninstrumente wie Muschelhörner, Flöten, und Klangschalen treffen auf Licht- und Klang-Synhtesizer.

Sinneserfahrung, eine Entspannungstherapie oder eine Performance? Wer das Duo „soundscapes” erlebt, kommt zu dem Schluss: Diese Musik passt in keine Schublade – sie ist neu, ungewöhnlich, tief harmonisierend und gar heilsam? Das Geflecht aus live hergestellten, ungewöhnlichen Naturklängen und elektronischen Klangteppichen grooves und melodischen Dialogen,  und den opt Supional in Slow-Motion gezeigten Filmsequenzen schafft ein einzigartiges Gesamtkunstwerk für Auge und Ohr, das nur echten Profis gelingt.

Soundscapes, das Projekt der beiden Musiker Christian Bollmann und Stefan Heidtmann zeichnet sich durch eine unbegrenzte Klangvielfalt aus, die durch die Kombination von Naturklanginstrumenten und Elektronischen Klängen ermöglicht wird und neue Räume öffnet. Elemente von Jazz, Folk, Ethno, Ambient und Neuer Musik werden von den Musikern zu einem unverwechselbaren Geflecht aus Harmonien, Rythmen und Klängen verwoben. Soundscapes schafft Klangräume, die das subjektive Zeitempfinden auflösen und die durch ihre harmonikale Kraft aufbauen und Brücken zwischen unterschiedlichen Stilen schlagen. In ihrer Klangsinnlichkeit ermöglicht die Musik dem Hörer, Dinge aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen.

Die musikalische Darbietung des Duos wird optional durch visuelle Effekte (Video-Projektionen) unterstützt.

CHRISTIAN BOLLMANN studierte Trompete an der Musikhochschule Köln bei Manfred Schoof und wurde später durch vielfältige Aktivitäten im Bereich des Obertongesangs und zahllose Einspielungen international zum Begriff für kreativen Umgang mit der menschlichen Stimme. In Verbindung mit dem Einsatz von exotischem Instrumentarium und neuzeitlicher Loop- und Echo-Technologie wird er vielerorts als Klangmagier und Botschafter des heilsamen Klanges bezeichnet. Neben der Realisation eigener Projekte arbeitete er u. a. mit John Cage und Jochim-Ernst Behrendt zusammen. Seit 20 Jahren leitet er den von ihm gegründeten Obertonchor Düsseldorf.

https://www.lichthaus-musik.de

 

STEFAN HEIDTMANN studierte Klavier an der Musikhochschule Köln mit dem Abschluss der Künstlerischen Reifeprüfung. Projekte als Pianist und Komponist zwischen zeitgenössischer Kammermusik und offenem, europäisch geprägtem Jazz führten ihn u. a. mit Gerd Dudek, Reiner Winterschladen, Dieter Manderscheid, Achim Tang, Peter Schönfeld, Christian Ramond, Vitold Rek, Albrecht Maurer,  Arkady Shilkloper, Christian Thomé und Klaus Kugel zusammen.

Auf dem eigenen Plattenlabel “shaa-music” Veröffentlichung zahlreicher Produktionen wie dem “Stefan Heidtmann Project (mit Gerd Dudek und Reiner Winterschladen)”, “Ornaments of Light and Sound” (featuring Roger Hanschel und Klaus Kugel), “windsleepers” (um die Straßburger Musiker Christine Clément und Roby Glod).

Preisträger beim jazz a r t – Festival 2002 mit dem Stefan Heidtmann Project. Tourneen in Europa und Lateinamerika

(u. a. deutscher Beitrag beim EURO-Jazz-Festival in Mexiko-City 2002).

Diverse Rundfunkproduktionen (Hörfunk und Fernsehen) z. B. für WDR und SWR.

 

Pressestimmen

Reise ins Innere der Dinge

,,Duo soundscapes” verblüffte beim Konzert in Birnbach mit einer ungewöhnlichen Klanginstallation

Sinneserfahrung, eine Entspannungstherapie oder eine Performance? Wer das Duo „soundscapes” am Samstagabend in der Birnbacher Kirche erleben durfte, kam zu dem Schluss: Diese Musik passt in keine Schublade- sie ist neu, ungewöhnlich, tief harmonisierend und gar heilsam.

BIRNBACH. Eine Reise ins Wesentliche der Dinge sollte das Konzert in der Birnbacher Kirche werden – zum Gelingen dieses Experimentes hatte das Duo „soundscapes” am Samstag seine beeindruckende Werkstatt eröffnet: Im Altarraum fand der eintreffende Zuhörer eine bunte Mischung aus sehr großen und winzig kleinen Musikinstrumenten unterschiedlichster Herkunft sowie rund um das Keyboard einem Aufgebot an modernster Technik vor. Hatte er nun erwartet, dass der Blick ins Programmheft etwas Aufschluss bringen würde, so wurde er eines Besseren belehrt: keine Folge festgelegter Werke, sondern „nur” eine Einführung ins Gesamtschaffen der beiden Künstler.

So lehnte sich mancher Musikfreund einfach erwartungsvoll zurück, und den Abend auf sich wirken zu lassen. Ein weiser Entschluss, denn genau diese Absicht hatte die 90-minütige Klanginstallation von Stefan Heidtmann und Christian Bollmann. Bereits zu Beginn legte sich merklich Ruhe über das Publikum, als Christian Bollmann den Kirchenraum von hinten mit einem Bordun-Instrument und Obertongesang betrat. Es war der Moment, in dem mancher Zuhörer vor Genuss die Augen schloss.

Im Verlauf des Konzertes, das sich grob in vier Teile untergliedern ließ, entführten die Musiker in eine Welt der Klangsinnlichkeit, die das subjektive Zeitempfinden auflöste und mit Hilfe unterschiedlichster Metren neue Perspektiven der Betrachtung ermöglichte. So etwa in der ersten Beamerprojektion, die das Publikum staunend in der Kuppel des Chorraumes betrachten konnte: englische Forscher hatten den Film „Zehn hoch“ entwickelt, der den Zuschauer zunächst wie an einem unsichtbaren Band  von der Erde in die Höhe hob und ihn langsam Lichtjahre vom Planeten entfernte, bis er – wo landete? Endet die Galaxie irgendwann, oder gibt es Räume außerhalb unserer Vorstellungskraft? Diese Frage blieb gottlob offen, denn schon trat der Betrachter die Rückreise zur Mutter Erde an, traf wieder auf Menschen und reiste nun in die Gegenrichtung: Über die bloße Betrachtung der Haut ging es immer tiefer hinein in die Grundlagen menschlicher Existenz, bis zur Unvorstellbarkeit vergrößert. Unterstützt wurden die verblüffenden Bilder von der sphärischen Musik des Duos: Stefan Heidtmann (Keyboards) unterlegte die sängerischen und instrumentalen Einlagen von Christian Bollmann mit wunderschönen Klangteppichen. Bollmann schöpfte aus dem Vollen: sein Experimentiertisch zog während des Konzertes ständig neugierige Blicke auf sich: Klangschalen, Trompete, Flöten, Rasseln, Trommeln und vor allem die fast archaisch anmutenden Muschelhörner passten sich perfekt in den Gesamtklang ein.

Während der Präsentation der Filme ,,Aquaflow“ und ,,Delfine” durfte der Zuhörer ausgiebig genießen, was nur mit modernster Technik möglich war. Durch die Sound- und Sound-Echo-Spirale war Christian Bollmann in der Lage, zu seinem eigenen Echo zu spielen. Das Geflecht aus verfremdeten, aber live hergestellten Klängen und den stets in Super-Slow-Motion gezeigten Filmsequenzen schufen ein einzigartiges Gesamtkunstwerk für Auge und Ohr, das nur echten Profis gelingen konnte.

Stefan Heidtmann studierte  Klavier an der Musikhochschule Köln mit dem Abschluss Künstlerische Reifeprüfung, ist inzwischen International gefragter Pianist und Komponist und verbindet in seiner Arbeit zeitgenössische Kammermusik und offenen, europäisch geprägten Jazz. Er ist Preisträger bedeutender Jazz-Festivals, Konzerttourneen führten ihn in die ganze Welt. Sein Kollege Christian Bollmann machte sich nach seinem Trompetenstudium bei Manfred Schoof durch seine vielfältigen Aktivitäten im Bereich des Obertongesangs international bekannt. Der oft als ,,Klangmagier” bezeichnete Künstler integriert exotische Instrumente, den Wandlungsreichtum der menschlichen Stimme und die neuzeitliche Loop- und Echo-Technologie in sein kreatives Schaffen.

In Birnbach zeigten die Musiker nun ihr gemeinsames Projekt ,,soundscapes”, das einen gelungenen Einblick in neue, aber überraschende Klangräume gewährte. Egal, ob sich gerade mystische Tenorflötentöne und glockenartige, zarte Klaviersounds die Hand gaben oder ob jazzig anmutende Trompeteneinwürfe auf virtuosen Keyboardklang trafen – nie trat die Musik des Duos auf der Stelle, vielmehr öffnete jeder Griff zu einem neuen Instrument wieder eine andere Tür zum Reich der Klangfarben. Ware es möglich gewesen, im altehrwürdigen Kirchenraum weiche Matten auszulegen – mancher Besucher hätte sicher gerne im Liegen ausgeruht. Denn soviel hat jeder gespürt: die Musik von Christian Bollmann und Stefan Heidtmann hat heilsame Kräfte.

Julia Hilgeroth-Buchner

Rhein-Zeitung v. 15.05.2006