19:00 - 19:30
Apostelin-Junia-Kirche
Siegfried Aufhäuserstr. 25
Augsburg,
0821-2191772

26.-28. September 2019 - Hier: Flyer

-Abwun- Das Vaterunser in der Sprache Jesu

Augsburg, Apostelin-Junia-Kirche, Siegfried Aufhäuserstr. 25 (Sheridan-Park)

Beitrag 90 €/60 € erm.

konzert-augsburg@online.de

 

Workshop und Mitsingkonzert ABWUN - Ausschreibung

Das Vater unser in der Sprache Jesu als mantrisches Oratorium und Mitsing-Seminar und Konzert
von und mit Christian Bollmann

Ähnlich wie die Übersetzungen Luthers in seiner Zeit auf breiter Ebene neue Verständnisebenen geschaffen haben,
eröffnen die neuen Übersetzungen des Vaterunser aus dem aramäischen ins Deutsche, die Komposition und
das Eintauchen in die aramäische KlangWelt, völlig neue Erkenntnis und Erlebnis-Perspektiven für das zentrale Gebet
unserer christlichen Tradition, dem Vaterunser. Innerhalb eines Seminares (2 Abende + 1 Tag) wird dieses
Werk unter der Leitung des Komponisten und Chorleiters Christian Bollmann mit Chören und Laien meditativ eingeübt
und erfahren werden.

Am Ende des Projektes steht eine gemeinsame Konzertfeier von ca. 90 Minuten in der das Klanggebet aufgeführt
und mit der Öffentlichkeit geteilt wird. Chöre und kreative Musiker aus der Region können einbezogen werden.
Hörer und Mitwirkende werden gleichermaßen von der Strahlkraft dieses Klanggebetes in der Konzert-Feier berührt.
Das Gebet Jesu in Aramäisch: Text, Musik und Körpergebet.

Jesus sprach aramäisch, eine der Ursprachen des Nahen Ostens. Mit welcher Fassung des Evangeliums wir uns auch
befassen, Jesus sprach die Worte, die ihm zugeschrieben werden, auf aramäisch. Dies gilt vor allem für das Gebet,
das er seinen Jüngern gab, unser heutiges Vaterunser. Um es zu singen, benutzen wir die Form des Gebets, die in
den aramäisch sprechenden Kirchen der Welt, einschließlich der assyrischen und syrisch-orthodoxen, benutzt wird.
Aramäisch unterscheidet sich sehr deutlich vom Griechischen, der Sprache, von der die westeuropäische Christenheit
ihren Ursprung herleitet. Jedes aramäische Wort kann auf mehrere unterschiedliche Weisen interpretiert
werden. Das gilt insbesondere für die Worte eines Mystikers oder eines Propheten. In der jüdischen Tradition wird
diese Art mehrfacher Interpretation, bei der die Übersetzung eine spirituelle Handlung darstellt "Midrasch" genannt.
In seinen Büchern hat Neil Douglas-Klotz fünf oder sechs mögliche Auslegungen des aramäischen Vaterunsers
und anderer Aussagen Jesu angeboten.

Die wunderschönen Arrangements von Christian Bollmann bereichern das Gefühl für den vielfältigen Text des Gebets.

Die miteinander verflochtenen Melodien der Musik
drücken die miteinander verwobenen Gefühle und Bedeutungen der gesungenen Worte aus.

Christian Bollmann, Musiker, Komponist, Multinstrumentalist, Gründer und Leiter des international anerkannten
Obertonchor Düsseldorf. Er studierte an der Musikhochschule Köln und gilt als Pionier und Vorreiter einer
neuen Gesangskultur. Seit über zwanzig Jahren gibt er Konzerte und Seminare mit Obertongesang, Herzensgesängen,
Improvisation und seiner ’Neue Meditative Musik’. Das mantriische Oratoriium ABWUN schrieb er nach der
Vorlage von Dr. Neil Douglas-Klotz und führte es mit seinem Obertonchor u.a. im Christuspavillon der Expo 2000 in
Hannover, im Kölner und Aachener Dom, und in Chartres auf. Christian Bollmann arbeitete viele Jahre mit Joachim
Ernst Behrend und Jonathan Goldmann zusammen. Mehr als 20 CDs zeugen von der Vielseitigkeit seines musikalischen
Schaffens.

Dr. Neil Douglas-Klotz schreibt:
Die wunderschönen Arrangements von Christian Bollmann… bereichern das Gefühl für den vielfältigen
Text des Gebets. In dieser neuen Klanglandschaft bewegen sich die verschiedenen Fäden des Gebets.

 

ABWUN-Seminar
In meditativer Weise werden wir uns in die Sprache und Musik des aramäischen Jesusgebets vertiefen, das mantrische
Oratorium gemeinsam in der Tradition der mündlichen Überlieferung erarbeiten und im Gesang und als Körpergebet
lebendig erfahren. Eingebettet in Obertongesänge und ein archaisches Instrumentarium erarbeiten wir
dieses Werk im bewegten Kraftfeld der Gruppe.

Donnerstag 19:00 - 21:30 Uhr
Freitag 19:00 - 21:30 Uhr
Samstag 10:00 - 13:00 Uhr
14:30 - 17:00 Uhr (Generalprobe)
18:00 - 19:30 Uhr (Konzert)

Kosten: 90 € (60 € ermäßigt)
Die gemeinsame Konzertfeier ist Bestandteil des Seminars (Eintrittspreis gilt nur für Konzertbesucher)

Anmeldung: bei Andreas Franz konzert-augsburg@online.de
Voraussetzungen: Keine – außer Freude am gemeinsamen Singen.

 

Abwun-Konzert:
Samstag 28.09.2019 18:00 Uhr
Apostelin-Junia-Kirche
Siegfried-Aufhäuser-Str. 25
Eintritt: 15.- € / 10.- € (ermäßigt)

-Abwun-

In den christlichen Gottesdiensten werden die Gläubigen aufgefordert, „... zu beten, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat“. Mit diesem Werk haben wir die Gelegenheit, uns der Kraft dieses Gebetes auf neue und einzigartige Weise anzunähern. In der aramäischen Sprache, der Muttersprache Jesu, lernen wir völlig neue Bedeutungsaspekte kennen, die sich aus der direkten Übersetzung ins Deutsche ergeben. Singend und in Bewegung erschließen wir uns die Inhalte dieses mantrischen Oratoriums unter der Anleitung des Komponisten, Musikers und Obertonsängers Christian Bollmann. Klangmeditationen mit Didgeridoo, Monocord, Gongs, Klangschalen und Obertongesang werden zu Zwischenspielen und Inseln der Ruhe.

 

Abwun d'baschmâja
Das Aramäische Jesus-Gebet (nach Neil Douglas-Klotz)

Abwun d'baschmâja.
Vater--Mutter unser iim Hiimmell
Oh du, atmendes Leben in allem Ursprung des schimmernden Klanges, Du
scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns
erinnern.

Nethkâdasch schmach.
Dein Name werde geheiligt.
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen
und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.

Têtê malkuthach.
Dein Reiich komme.
Laß Deinen Rat unser Leben regieren,
und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.

Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b''arha.
Dein Wille geschehe wie im Hiimmel so auf Erden.
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen
durch unsere Harmonie.

Hawvlân lachma d''sûnkanân jaomâna.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige
für den Ruf des wachsenden Lebens.

Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l'chaijaben.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen,
was uns bindet an die Schuld anderer.

Wela tachlân l''nesjuna ela patzân min bischa.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Laß oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem,
was uns zurückhält.

Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l''ahlâm almîn.. Amên
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln,
das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.
Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben.
Amen.

 

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-Abwun- Das Vaterunser in der Sprache Jesu - Augsburg