ABWUN – THE PRAYER OF JESUS

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ABWUN – Das Gebet Jesu in Aramäisch

Text, Musik und Körpergebet
Ein mantrisches Oratorium von Christian Bollmann mit dem Oberton-Chor nach den Melodien von Neil Douglas-Klotz (1997).

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Beschreibung

01 – Prolog 1 playsound
02 – Abwun d’bwaschmaja playsound
03 – Interlude 1 playsound
04 – Nethkadasch schmach playsound
05 – Interlude 2 playsound
06 – Tete malkuthach playsound
07 – Nehwe tzevjanach aikana playsound
08 – Interlude 3 playsound
09 – Prolog Part 2 playsound
10 – Hawvlan lachma d’sunkanan jaomana playsound
11 – Introduction Ud playsound
12 – Waschboklan chauben wachtahan playsound
13 – Interlude 4 playsound
14 – Introduction Ud/Trommel playsound
15 – Wela tachlan l’nesjuna playsound
16 – Metol dilachie malkutha playsound
17 – Epilog playsound

ABWUN – Das Gebet Jesu in Aramäisch

Text, Musik und Körpergebet
Jesus sprach aramäisch – eine der Ursprachen des Nahen Ostens. Mit welcher Fassung des Evangeliums wir und auch befassen, Jesus sprach die Worte, die ihm zugeschrieben werden, auf aramäisch. Dies gilt vor allem für das Gebet, das er seinen Jüngern gab, unser heutiges Vaterunser. Um es zu singen, benutzen wir die Form des Gebets, die in den aramäisch sprechenden Kirchen der Welt, einschließlich der assyrischen und syrisch-orthodoxen, benutzt wird.

Aramäisch unterscheidet sich sehr deutlich vom Griechischen, der Sprache, von der die westeuropäische Christenheit ihren Ursprung herleitet. Jedes aramäische Wort kann auf mehrere unterschiedliche Weisen interpretiert werden. Das gilt insbesondere für die Worte eines Mystikers oder eines Propheten. In der jüdischen Tradition wird diese Art mehrfacher Interpretation, bei der die Übersetzung eine spirituelle Handlung darstellt, Midrasch genannt. In meinen Büchern habe ich fünf oder sechs mögliche Auslegungen des aramäischen Vaterunsers und andere Aussagen Jesu angeboten. Diese können in den Büchern Das Vaterunser , Knaur Verlag und Weisheit der Wüste , Bratt Verlag nachgelesen werden.

Die ursprünglichen Melodien für die verschiedenen Zeilen des aramäischen Gebets wurden 1982/1983 von mir komponiert und waren Teil meines meditativen Einfühlens in das Gebet. Dabei benutzte ich traditionelle nahöstliche Oberton-Methoden. Diese Melodien werden in einem Zyklus der Tänze des Universellen Friedens benutzt. Bei dieser Art des heiligen Rundtanzes werden die Töne und Gefühle der verschiedenen Zeilen mit dem ganzen Körper auf nahöstliche Weise gebetet. Die miteinander verflochtenen Melodien der Musik drücken die miteinander verwobenen Gefühle und Bedeutungen der gesungen Worte aus.

Dr. Neil Douglas-Klotz
Dr. Neil Douglas-Klotz

Die wunderschönen Arrangements von Christian Bollmann, die vom Düsseldorfer Obertonchor gesungen werden, bereichern das Gefühl für den vielfältigen Text des Gebets. In dieser neuen Klanglandschaft bewegen sich die verschiedenen Fäden des Gebets und ermöglichen es dem Hörer, in einer Atmosphäre der Heiligkeit zu baden. Vor allem ist das Gebet Jesu auf aramäisch ein Gebet für den Frieden, ein Gebet des Verlangens des Himmels, auf die Erde zu kommen in strahlender Einheit von Welle und Ton, um unser Leben zu bereichern und uns an die Gründe zu erinnern, warum wir gerade jetzt leben.

Weitere englisch sprachige Informationen gibt es auch unterwww.abwoon.com direkt bei Neil Douglas-Klotz.

Titelliste (total 74 min)

Über das Symbol playsound können 1-minütige Ausschnitte der Tracks im Format .mp3 angehört werden.

Das Vaterunser / The Lord’s Prayer

in der aramäischen Ursprache

Nach Martin Luther (Matthäus 6:9-13) im Klang der aramäischen Worte In einer Übersetzung von Neil Douglas-Klotz
Vater unser im Himmel
Abwun d’bwaschmaja
Oh Du, atmendes Leben in allsmall, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.
Dein Name werde geheiligt
Nethkadasch schmach
Hilf uns einen heiligen Atsmallzug zu atmen, bei dsmall wir nur Dich fühlen – und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.
Dein Reich komme
Tete malkuthach
Laß Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gsmalleinsame Schöpfung.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
Nehwe tzevjanach aikana d’bwaschmaja af b’arha
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
Waschboklan chauben (wachtahan) aikana daf chnan schvoken l’chaijaben
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dsmall Bösen
Wela tachlan l’nesjuna ela patzan min bischa
Laß oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dsmall, was uns zurückhält.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l’ahlam almin. Amen
Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert. Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dsmall alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vetrauen und Glauben. Amen.

Und in einer Version von Joachim Ernst Berendt

Mutter-Vater alles Geschaffenen!
Dein Name und Deine Schöpfung sei heilig uns allen
Dein Ewiges Sein wirke in uns.
Christi Liebe geschehe
auch in mir und durch mich.
Deine Nahrung gib Seele und Leib
auch den Armen, Unterdrückten, Fremden.
Vergib uns! Wie ich vergebe.
Führe und schütze uns auf all unsern Wegen.
Befreie und heile uns ganz.
Denn Du bist das Sein und die Liebe und das Licht in Ewigkeit.
Amen.

aus: Ein Buch der Wandlung

Zur Entstehung der Abwun CD

Im Sommer 1989 bin ich dem Abwun-Zyklus das erste Mal begegnet. Auf dem Sufi-Musik-Camp in den Schweizer Alpen vermittelten Noor und Akbar Helweg aus Holland dieses klingende Körpergebet, das mich sehr bewegte und seither nicht mehr losgelassen hat. Unmittelbar hatte ich eine Flut von Ideen, wie dieses Werk auf einfachste Weise weiter zu entfalten sei. Ein Jahr später brachte ich die ersten Zeilen in die Arbeit mit dem Oberton-Chor ein, der sofort begeistert reagierte.

1994 setzte ich mich mit Dr. Neil Douglas-Klotz in Verbindung und stellte ihm meine Arbeit dem dem Chor und dem aramäischen Jesusgebet vor. Der Funke war übergesprungen und Neil gab mir die Erlaubnis und den Segen, weiter an Abwun zu arbeiten. 1996 enstand die Komposition der Zwischenteile, und die Ergebnisse mit dem Chor wurden so konkret, daß wir für 1997 eine Produktion und Uraufführung ins Auge fassen konnten. Wir trafen uns im Februar mit Neil Douglas-Klotz in der Nähe von Köln und arbeiteten ein komplettes Wochenende an der inhaltlichen und formalen Vertiefung des Gebetes. Im Zeitraum vom 30. April bis 30. September fanden die Tonaufnahmen mit dem Chor und den Solisten statt, so daß diese CD zur Uraufführung vorliegen konnte.

Das Werk gliedert sich dem Gebet entsprechend in acht Hauptteile für den Chor, die von Prolog, meditativen Zwischenspielen und Epilog für Instrumentarium und Sprecher eingefaßt werden. Den Chor begleiten zwei weibliche und zwei männliche Vokalisten, Ney und Ud, zwei Instrumente des nahen Ostens, verschiedene Trommeln, Gongs, Klangschalen, australisches Didgeridoo und Percussion.

Mein Dank gilt Saadi Neil Douglas-Klotz für die Melodien, seine vertrauensvolle, liebevolle Unterstützung und Kooperation. Dem Oberton-Chor und den Solisten für ihre hingebungsvolle und konzentrierte Arbeit.

Ganz besonders Christoph Schumacher für sein kompetentes und geduldiges Engagement bei den Aufnahmen und der Percussion. Dirk und Petra für die grafische Gestaltung. Rolf und allen, die dieses Projekt ideell und materiell unterstützt haben.

Christian Bollmann

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