SPIRIT COME

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Spirit Come

Liturgisches Oratorium für Oberton-Chor und Instrumente. Eine Komposition für große Besetzung, die archaische, responoriale Formen, unterschiedliche Obertontechniken sowie die kreierten Vokalkreismantren Sai Ja Om integriert. (1992)

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Beschreibung

Spirit Come

Christian Bollmann und der Oberton-Chor Düsseldorf

01 – Abendlied play sound
02 – Evolution play sound
03 – Inspiration play sound
04 – Communion play sound
05 – Rhythmus der Freude play sound
06 – Schweben über dem Muster play sound
07 – Schwebe 2 play sound
08 – In nomine deo play sound
09 – Vokalkreis play sound
10 – Initiation play sound
11 – Sai Ya Om play sound
12 – Epilog (Hommage an den heiligen Turm) play sound

 

Das Programm “Spirit Come” enstand 1988/89 und wurde in den folgenden Jahren 1990/91 mit dem “Oberton-Chor Projekt 90” mit 16 Sängerinnen und Sängern erarbeitet und in zahlreichen Konzerten, unter anderem dem Festival des Hörens in Erlangen und dem evangelischen Kirchentag in Essen 1991 aufgeführt und vertieft.

Zu den Stücken

Abendlied ist eine Einstimmung im Sinne einer “Abendrage”, inspiriert durch die Melodie eines indianischen Abendliedes, das in Grund- und Obertönen in die Stimmung eines Gebets zum Sonnenuntergang, zum Ende des Tages führt. Der nicht gesungene Text lautet:

“evening rise, spirit come
sun goes down wehen the day ist done
mother earth awakens me
with the heartbeat of the sea”

SAI, das Kernstück des Programms, ist ein lithurgisches Singspiel für eine mittlere Besetzung von 12 – 16 Obertonsänger/innen und Klangerzeugern.

Es integriert archaische, responoriale Formen (Wechselgesänge) und Vokalkreismantren (Muoa, Sai, Ya, Om), auf denen sich die Obertonreihe ganz natürlich abbildet und somit den Wurzeln des Obertongesangs in der Begegnung von Musik und Sprache entspricht. Es beinhaltet weiterhin die hauptsächlich heute im Westen gebräuchlichen Obertontechniken: Atemmodulationen, Vokalraumglissandi (1. Formant), “Birdtechnik” oder “xöömi” (mongolische Technik, “khöömii”, auch 2. Formant genannt), Untertöne (tibetische Technik) und als rhythmische Formen u.a. die Gongtechnik und transverbale Spielformen.

Inhaltlich ist die Komposition als Evolution des singenden, klingenden Menschen zu sehen, der sich vom Formlosen zur Form, in immer komplexeren Zusammenhängen bewegt und erlebt. Sie schwingt, zwischen Einheit und Vielheit, in prozeßorientierten Strukturen, musikalischen wie auch gruppendynamischen Spiel- und Verhaltensformen, die das Leben als Schöpfung, und uns als Teil in seiner spirituellen Dimension wiederspiegeln und somit Sänger und Hörer in dieses Bewußtsein geleiten.

Epilog ist eine Gruppenimprovisation zum Thema Abschied und Dank. Daher auch: “Hommage an den heiligen Turm”

Die Mantren

Sai in Sanskrit bedeutet Mutter-Vater-Gott.

Klanglich, aber auch deutsch, als sei im Sinne von “be here now” zu verstehen.

Ya als positive Affirmation.

Aoum oder Om als Klang, aus dem die Schöpfung hervorgeht und aus dem sich unser christliches Amen entwickelt hat.

Mantren sind Namen und gleichzeitig Qualitäten Gottes als Klang. Sie haben die Macht, ihre Bedeutung zu konkretisieren. Das Singen eines Mantras schafft eine Schwingung, welche die ihrer Bedeutung entsprechende Situation anzieht.

Daher bringt das Singen zum Lobe Gottes, egal welche Form und welchen Aspekt man dabei wählen mag, das menschliche Bewußtsein näher an eine Erfahrung dieses göttlichen Gewahrseins.

Aufgenommen wurde diese CD im Sakramentsturm der Benediktiner-Abtei Königsmünster. Mit seinem fünfeckigen Grundriß und seiner Höhr von 32,5 Metern birgt dieser den Tabernakel, der in eine fünf Meter hohe Bronzesäule eingebaut ist, die kraftvoll in den hohen Raum hineinragt. Die lichte und geräumige Akustik mit einem Nachhall von 12 Sekunden unterstreicht die Atmosphäre der Weite nach oben.

Christian Bollmann widmet dieses Album Styllianos Atteshlis, genannt Daskalos, dem Lehrer und Heiler auf Zypern zu seinem 80. Geburtstag.

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